Die Essenz 
der Tradition

ZITRONEN UND ZITRONENGÄRTEN

UNSERE ZITRUSFRÜCHTE ZWISCHEN HOLZ UND GLAS

Der Anbau von Zitrusfrüchten auf der Brescianer Seite des Gardasees ist eine Tradition mit Wurzeln im 13. Jahrhundert. Im Laufe der Zeit kamen verschiedene Sorten von Zitrusfrüchten hinzu, und die Zitronengärten wurden dank der Arbeit sachkundiger Landwirte zu einem festen Bestandteil der Landschaft. 


 

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Kultur
Zitronen und Zitronenhäuser am oberen Gardasee
Geschichte

Zitronen und Zitronengärten am Oberen Gardasee

Der als das Mittelmeer des Nordens bekannte Gardasee ist seit Jahrhunderten ein Land der Zitronen und Zitrusfrüchte. Die Franziskanermönche von Gargnano bauten dank ihrer Beziehungen zur Republik der Serenissima, welche über den See herrschte, ab dem 13. Jahrhundert Zitrusfrüchte an. Darstellungen von Zitrusfrüchten im Kloster San Francesco in Gargnano zeugen von der Bedeutung dieses Anbaus an den Ufern des Gardasees. Dank der Vorkehrungen zum Schutz der Pflanzen sind die Zitrusfrüchte perfekt angepasst und produzieren hervorragende Früchte. Von hier aus verbreitete sich der Anbau über das gesamte Gebiet und führte zur Entstehung der berühmten „Limonaie", Terrassen, die im Norden durch die Berge geschützt und nach Süden ausgerichtet sind. Trotz der strengen Wintertemperaturen erreichte der Zitronenanbau zwischen 1840 und 1850 mit einer Jahresproduktion von rund 12 Millionen Früchten seinen Höhepunkt. Diese florierende Agrarindustrie brachte Spezialisten, Verkäufer und Exporteure hervor, die die Gardasee-Zitronen in Europa vermarkteten. Zitrusfrüchte sind für ihren hohen Vitamingehalt bekannt und werden zum Aromatisieren von Speisen, Getränken und Räumen verwendet. Trotz der begrenzten Anzahl ebener Flächen gab es zu jener Zeit etwa 40 Hektar für den Anbau von Zitrusfrüchten.

Madernina

BOTANISCHE HINWEISE

Die ursprünglich aus Asien stammende Zitrone wurde von den Arabern durch den Handel mit Venedig in Italien eingeführt und hat die lokale Kultur nachhaltig geprägt. Im Gebiet des Gardasees wird die autochthone Sorte "Madernina" angebaut, die sich durch runde, saftige und duftende Früchte mit einer dünnen Schale auszeichnet, und für schmackhafte Rezepte ideal ist. Die Zitronenbäume wurden von einem "Castèl" genannten Holzgerüst gestützt, um sie aufrecht zu halten und die fruchttragenden Äste zur Erntezeit zu schützen. Dank des Geschicks der spezialisierten Gärtner konnte im Gebiet des Gardasees eine beachtliche Produktion von rund 12 Millionen Früchten pro Jahr erzielt werden, wobei die Pflanzen vier bis sechs Mal im Jahr Früchte trugen. Die Sorte "Madernina" wurde auf dem Markt wegen ihres Saftes geschätzt, der eher süß schmeckt und nicht sauer wie die Zitronen aus Amalfi. Nach der italienischen Einigung und der Abschaffung der Zölle wurden die Zitronen aus Amalfi und Ligurien jedoch aufgrund der niedrigeren Produktionskosten wettbewerbsfähiger. Die Zitronengärten des Gardagebiets erforderten einen hohen Arbeitsaufwand, da die Holz- und Glasverkleidungen jedes Jahr auf- und abgebaut werden mussten. Das bedeutete zwar einen höheren Preis für die Früchte, bot aber den nötigen Winterschutz. Um den Bedürfnissen der Gärtner gerecht zu werden, wurden Spezialwerkzeuge entwickelt.
Nach 1850 wurden die Zitronenbäume jedoch von einer Krankheit namens Gummose befallen, die das Ende der goldenen Ära der Gardasee-Zitronen bedeutete. Trotzdem haben sich einige Besitzer von Zitronengärten für die Restaurierung und den Erhalt dieses wertvollen historischen Erbes des Gardagebiets eingesetzt.
Produkte

MARMELADEN, LIKÖRE UND...

Aus den in der Region angebauten Zitrusfrüchten werden hervorragende Produkte wie Marmeladen, süße und leicht pikante Konfitüren hergestellt, die sich hervorragend zum Frühstück oder als Beilage zu lokalen Käsesorten eignen. Unter den Likören wird der "Limoncello" wegen seines warmen und umhüllenden Geschmacks besonders geschätzt, während der "Cedrino" an der Spitze der aus Zitrusfrüchten hergestellten Liköre steht. Ein bekanntes Unternehmen ist "Tassoni", ursprünglich eine 1748 gegründete Apotheke, die 1884 in ein pharmazeutisches Labor umgewandelt wurde. Ihr Vorzeigeprodukt ist "Acqua di tutto Cedro", ein Aufguss aus Wasser und Zitrone, der später zu Sirup verarbeitet wurde und als "Cedrata Tassoni" bekannt ist. Im Jahr 1950 wurde Soda hinzugefügt, um eine alkoholfreie, süße und durstlöschende Flüssigkeit zu erhalten. Um die wachsende Nachfrage nach lokalen Zutaten zu befriedigen, haben die Erzeuger des Oberen Gardasees die Genossenschaft Terre & Sapori gegründet, die in ihrer Verkaufsstelle in Gargnano eine Vielzahl von Produkten aus Zitrusfrüchten anbietet. Dort kann man auch verschiedene lokale Spezialitäten verkosten und kaufen.

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